Entstehung

Die Idee für den Bau der Sunrise entstand im Januar 2007, als wir die Dimona beim LTB Sammet in Heubach zur Jahresnachprüfung vorführten und zwischendrin ein wenig Zeit hatten um uns in Dallachs ehemaligem Inventar umzusehen. Etwas abseits stand auch ein Rümpflein herum, schon total eingewachsen und definitiv am Ende seiner Tage. Dabei handelte es sich um die Überreste des Sunrise-Prototypen aus den 80ern.

Die Idee: Schon am Fluplatzfest 2004 wurde uns klar, dass der ambitionierte Pilot, der eher selten am PC fliegt wohl nie so richtig mit dem fehlenden Seitenruder klarkommen wird. Der nachträgliche Einbau war aber nicht möglich und zudem hat kaum einer solch verformte Beine um die Pedale betätigen zu können.
Der nächste Kritikpunkt bezog sich oft auf die fehlenden Klappen- und Fahrwerkshebel. Zwar waren die anfangs vorgesehen, doch mangels Erfahrung mit solchen Eigenbauten (der Klappenhebel hätte einen leichten Bogen beschreiben müssen) haben wir uns dann doch entschieden, diese Extras wegzulassen, was zwar dem normalen Piloten nichts ausmacht, ambitionierten "Echt-Piloten" aber oft negativ auffällt.
Nicht selten fiel dann auch der Spruch: "Nächstes mal macht ihrs halt besser!"
Das nahmen wir zwar nie ernsthaft beim Wort, doch irgendwie bestand doch immer der stille Wunsch nach einem perfekteren Simulator...

 

Die Story: Der Fund der Sunrise Überreste am Heubacher Flugplätzle gab erstmals Anlass die Sache mit dem optimalen Flusi nochmals zu überdenken...
Nachdem die Sunrise entdeckt wurde überschlugen sich die Ereignisse: Eine Woche später war Jugendversammlung, die das Projekt für gut befand und umsetzen wollte. Freitags drauf wurde auch der Ausschuss mit dem Thema vertraut gemacht und am Samstag war dann auch Wolfgang Dallach von der Idee überzeugt. Bereits am folgenden Freitag wurde das Rümpfle in die Werkstatt verbracht und mit dem Aufbau begonnen...
 

Der Bau: Anfang Februar 2007 wurde mit dem Auseinandernehmen der UL-Reste begonnen und bereits zwei Wochen später konnte der Wendepunkt Auseinanderbauen/Aufbauen erreicht werden. Von da an ging es anfangs sehr zügig voran und nach jedem Arbeitseinsatz war deutlich sichtbar, dass sich etwas bewegt.
Im Mai/Juni konnten die ersten Teile der Inneneinrichtung bereits eingepasst werden und Philipp und Frank waren mit dem Lötkolben im Dauereinsatz um die beiden verwendeten Joystick-Elektroniken so umzubauen, dass alle Funktionen im Instrumentenbrett, bzw. an der Steuerung vorhanden waren.
Die Sommermonate bescherten uns auf der Ostalb endlich wieder gutes Flugwetter und folglich blieb fast keine Zeit um die Sunrise weiterzubauen. Das ehrgeizige Ziel, die Sunrise Ende August flügge zu bekommen war somit hinfällig und die teils stupiden und unliebsamen Arbeiten wie das Einpassen der Instrumentenbretter führten im Sommer auch zu einem Stimmungstief. Die großen sichtbaren Veränderungen waren Geschichte und nach jedem Arbeitseinsatz sah das Stahlrohrgerüst noch gleich aus.
Mit frischem Elan begaben wir uns also auf den Herbst hin wieder an die Arbeit und trotz nur
kleinerer Erfolge tat sich doch merklich etwas: Berthold Heinzmann begann mit dem Bau eines speziellen Transportanhängers für die spätere Vermietung und in der Werkstatt konnte erstmals ein Jungfernflug mit allen elektrischen Systemen erfolgreich absolviert werden. Das war Mitte November.
Nach den erfolgreichen Systemchecks wurde die Sunrise wieder zerlegt um mit den letzten Arbeiten am Interieur und der Beplankung beginnen zu können.


Fazit: Was anfangs als ziemlich überflüssig abgetan wurde und bei keinem der "klug Denkenden" auf fruchtbaren Boden fiel entwickelte sich nicht zuletzt durch neue Nutzungsperspektiven zu einem absoluten Prestigeprojekt für die Jugendgruppe. Auch die Erfahrungen aus 3 Jahren FluSi-Libelle trugen maßgeblich zum Erfolg der Sunrise bei. Das Projekt zeigt ganz klar: Wo ein Wille ist, ist immer auch ein Weg!


>> mehr Infos zum Bau der Sunrise gibt diese Chronologie