Entstehung

Unsere „FluSi-Libelle“ war in Süddeutschland anno 2003 eines der ersten Projekte und ein Jahr später sogar DER einzige betriebsbereite Simulator. Zwar gab es schon damals zahlreiche (ehrgeizigere) Projekte, die allerdings im Laufe der Zeit nach und nach aufgegeben wurden. Bis heute ist die Libelle einer von ganz wenigen Simulatoren, die es zum mieten gibt.
Man kann also getrost sagen, dass die Libelle der Urahn der FluSis in Süddeutschland ist

Die Idee: Die Idee für den Bau eines solchen Simulators entstammt unserem begeisterten Simulator-Piloten Frank, der schon länger eine solche Idee hegte, und auf der AERO ’03 in Friedrichshafen das erste mal in so nem Ding saß. Sein Fazit: „So ebbes müss mr au baua!“ Sofort (noch auf der Aero) wurde mit der Suche nach einem geeigneten Bruchrumpf begonnen.
 
Die Story: Christinas Vater, Hartmut Sammet, der am Flugplatz in Heubach einen LTB betreibt, dachte sofort nachdem er von unserer Idee hörte, an einen alten Std. Libelle-Bruch neben seiner Werkstatt. Sofort wurde der Rumpf begutachtet und festgestellt, dass man es hier mit einem wirklichen Bruch zu tun hatte: Der Rumpf bestand eigentlich nur noch aus einigen zusammenhängenden GFK-Stückchen, welche ziemlich verzogen und verwittert waren.
Trotzdem: die Entscheidung war gefallen, und bereits einige Wochen später stand das Objekt unserer Begierde in der Werkstatt. 

Der Bau:
Bereits im Oktober 2003 wurde mit dem „Richten“ begonnen (die GFK-Stückchen wurden an etwa ihre ursprüngliche Stelle gezerrt und gesichert).
Danach wurde das GFK-Mosaik erst mal gründlichst geputzt, und vom Dreck der letzten zehn Jahre befreit.
Nachdem Hartmut Sammet, dank seiner Connections in der Luftfahrtindustrie, günstiges Kunstharz, sowie einige Meter Glasgewebematten besorgt hatte, konnte nach dem Anschäften der Bruchstellen mit dem „Harzen“ begonnen werden. Zuerst wurden alle Brüche von der Innenseite, dann von außen geheilt. Diese Arbeiten benötigten rund drei Monate Zeit!
Nun wurde die Oberfläche mit Spachtel geglättet, und erneut geschliffen. All das benötigte bei uns Laien leider auch rund 2-3 Monate. Danke an Franks Vater, der sich jedes Mal viele Stunden ums perfekte Finish bemühte!
Nebenher wurde noch eine neue Sitzschale mit Hilfe der „Sandkasten-Methode“ gefertigt (d.h. Rumpf mit Sand voll machen, Einer reinsitzen, danach GFK-Gewebe drüber - Fertig!).
Zum Abschluss der Arbeiten wurde dann noch alles von unseren Werkstattleitern lackiert. Fertig??? – Nee, noch lang nicht! Da müssen ja noch’n Tisch ne Infowand, „Füße“ und’n Schemel für die Zwerge geschweißt werden, - Jochens Lieblingsaufgabe, neben flexen versteht sich! 

Fazit: Der ganze Bau war eine gute Idee, und der Simulator wird auch sehr gut angenommen, besonders von den Jüngsten.
Wir haben beim Bau alle viel über den Aufbau und die Reparatur von modernen Segelflugzeugen gelernt, was uns auch hoffentlich im Winter zugute kommen wird, und wir dann nicht nur Tragflächen polieren dürfen!!!

Mieten: Ja! unsere FluSi-Libelle kann man auch mieten. Auf unseren Veranstaltungen in den letzten Jahren war der Simulator der absolute Renner und unserer Meinung nach auch die beste Nachwuchswerbung.
Im Jahr 2005 haben wir das erste mal die Libelle an interessierte Vereine verliehen. Dabei kam die Libelle überall sehr gut an. Vor allem auf Infoveranstaltungen war der Simulator der absolute Renner!